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Kirche St. Cyriakus

Kirche St. Cyriakus, Foto: Alfred Möller
Die heutige St. Cyriakus-Kirche ist erst gut 100 Jahre alt, die Pfarrgemeinde selbst viele Jahrhunderte älter. Nach Abbruch einer zu klein gewordenen Dorfkirche Im Jahr 1897 wurde die stattliche, fünfschiffige Kirche im neugotischen Stil erbaut und 1903 geweiht. Mit ihren fünf Schiffen stellt sie eine Rarität im Bistum Osnabrück dar.

 

Im zweiten Weltkrieg nahm sie schweren Schaden, als bei einem verheerenden Angriff am 6. März 1945 über 4000 Bomben auf Salzbergen abgeworfen wurden. Der Wiederaufbau der weitgehend zerstörten Kirche nahm fünf Jahre in Anspruch. 1950 konnte sie dann erneut geweiht werden.

 

Das Innere der Kirche ist ebenso beeindruckend wie sehenswert. Durch das Hauptportal eintretend, ist auf der linken Seite im Turm hinter einem reich gestalteten schmiedeeisernen Gitter eine barocke Pieta (um 1700) zu sehen, die der Pfarrgemeinde vom früheren Kölner Dompropst Dr. Berlage, einem Sohn Salzbergens, geschenkt wurde.

 

Altarraum, Foto: Alfred Möller
Der Mittelgang, der durch großflächige Fenster und das schöne Deckendekor hell und ansprechendend wirkt, führt auf den Altar mit der Reliquienmonstranz zu. Die wertvolle Monstranz enthält Reliquien von acht Heiligen, darunter auch eine Reliquie vom Patron der Kirche, dem hl. Cyriakus.

 

Ein weiterer Blickfang im Altarraum ist das an der Rückwand renovierte spätgotische Sakramentshaus (um 1500) mit dem neugotischen Tabernakel. Es stammt aus der alten Kirche und entging den zerstörenden Bombenangriffen am 6. März 1945.

 

Eingangsbereich Kirche inklusive Orgel, Foto: Schöning
Das älteste Kunstwert der Kirche ist der um 1200 aus Bentheimer Sandstein gefertigte Taufstein. Er steht vor dem rechten Seitenchor mit dem Josefsaltar. Die Ornamentik des Taufsteins hat Symbolcharakter und steht für ein Leben in Fülle bzw. für die Abwehr des Bösen.

 

An der Stirnseite des linken Seitenschiffes ist ein großes Ölgemälde angebracht. Es stellt den hl. Cyriakus im Diakonsgewand dar. Er ist der Schutzpatron des Salzwesens und der Kirche in Salzbergen, da er an der Salzstraße in Rom den Märtyrertod fand. Das Gemälde wurde im Jahr 2012 beschädigt und neu restauriert.

 

Die klünersche Madonna, Foto: Schöning
Unter der Empore, ebenfalls im linken Seitenschiff, kann ein besonderes Kunstwerk bestaunt werden. Es ist eine spätgotische Madonna mit Jesuskind (um 1500), die der Volksmund „Klünersche Madonna“ nennt und um die sich eine auch heute noch bekannte Sage rankt.

 

(Text: Buch „Rundtour durch den Ort Salzbergen“, Heimatverein Salzbergen)

 

Öffnungszeiten:

 

Die Kirche ist durchgehend geöffnet.

 

Eintrittspreise:

 

Kostenlos

 

Orts- und Kirchenführung:

 

Bei der Gemeinde Salzbergen kann eine Orts- und Kirchenführung gebucht werden, die die Kirche St. Cyriakus im Ort, sowie den Friedhof mit prominenten Gräbern und interessanten Bildstöcken beinhaltet.

 

Die geführte Tour dauert 1,5 Stunden und kostet 2 € pro Person

 

Ort:
Kath. Kirche St. Cyriakus,Emsstraße 2

 

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Ansprechpartner Führung:

 

Gemeinde Salzbergen
Franz-Schratz-Str. 12
48499 Salzbergen
info@salzbergen.de
www.salzbergen.de

 

Ansprechpartner Kirche:
Kath. Kirchengemeinde St. Cyriakus Salzbergen
Pfarrer Michael Langkamp
Pfarrbüro
Kirchplatz 10
48499 Salzbergen
Tel.: 05976/1275
www.kath-kirche-salzbergen.de