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Klimaschutz / Nahwärmeversorgung

 

Foto: SarahRichterArt, Pixabay
Foto: SarahRichterArt, Pixabay

 

 

Fischereilehrpfad

Entlang des idyllischen Sees am Kolping-Bildungshaus entstand im Jahre 1999 durch den Sportfischereiverein Salzbergen 1929 e.V. ein informativer Fischereilehrpfad

In mehreren Stationen werden im stetigen Wechsel sowohl Süß- und Salzwasserfische wie auch die Flora und Fauna rund um das Gewässer kurzweilig dargestellt.

Spielend das Leben in Gewässern erlernen
Spielend das Leben in Gewässern erlernen

 

Imkerlehrpfad

Imkerfreunde Salzbergen weihen Bienenlehrpfad ein - 20.000-mal fliegen für 300 Gramm Honig

Mit dem jetzt eingeweihten Bienenlehrpfad am Nepomukweg entlang der Emsradweg-Route haben die Imkerfreunde Salzbergen ein ebenso informatives wie lohnendes Ausflugsziel geschaffen, das für die lebenswichtige Bedeutung der Bienen und für den aktiven Naturschutz sensibilisiert. Foto: www.noz.de/lingener-tagespost

„Willst du Gottes Wunder sehen, musst du zu den Bienen gehen“, lautet eine alte Weisheit. Wer in Salzbergen hautnah und anschaulich viel Wissenswertes über das faszinierende und zugleich gefährdete Leben der Honigbienen erfahren möchte, der muss zum Nepomukweg entlang der Emsradweg-Route gehen. Dort hat der erst im letzten Jahr gegründete Verein „Imkerfreunde Salzbergen“ jetzt einen Bienenlehrpfad installiert.

Für 300 Gramm Honig muss eine Biene circa 20.000- mal ausfliegen. Von einem Sammelflug bringt sie 25 bis 35 Milligramm Nektar oder bis zu 2,3 Millionen Pollenkörner zum heimatlichen Volk zurück: Astronomische Zahlen für ein sozial hoch entwickeltes Lebewesen, über das viele Menschen kaum noch etwas wissen, das aber überlebenswichtig für uns alle ist. Denn ohne Bienen gäbe es nicht nur keinen Honig, auch Obst und Gemüse würden zu Luxusgütern. Bei ihrem Flug von Blüte zu Blüte übernehmen Bienen ganz nebenbei die Bestäubung der Blüten. So sorgen sie bei Wild- und Nutzpflanzen für reichen Fruchtansatz und sichern nicht nur den Menschen, sondern auch Wildtieren die Nahrungsgrundlage. Und somit leisten Bienen und Imker einen unverzichtbaren Beitrag für die Natur, den Erhalt einer vielfältigen Umwelt und für das Funktionieren der Landwirtschaft.

„Es lohnt sich, an unserem Bienenlehrpfad Station zu machen“, zeigte sich Norbert Hülsing als Erster Vorsitzender der Imkerfreunde Salzbergen im Rahmen der Einweihung überzeugt. In drei Bauabschnitten habe man auf einem von der Gemeinde Salzbergen zur Verfügung gestellten Grundstück in unmittelbarer Nähe zur Ems und zum Wildbienenhotel unter anderem ein Bienenhaus mit drei darin lebenden Völkern errichtet, viele lehrreiche Informationstafeln installiert, eine Bank zum Rasten aufgestellt, einen Treppenzugang gebaut und mit der richtigen Bepflanzung ein echtes Schlaraffenland für Bienen geschaffen.

Finanziell unterstützt wurde der ehrenamtliche Arbeitseinsatz von der Gemeinde, aus einer Blumensamenaktion der Bahnhofs-Apotheke zugunsten des im Naturschutz so aktiven Vereins sowie aus dem Innogy-Klimaschutzpreis, mit dem die Imkerfreunde Salzbergen 2017 ausgezeichnet wurden.

„Am Objekt erleben zu können, wie die Natur funktioniert, ist der beste Lehrmeister“, würdigte Bürgermeister Andreas Kaiser, auch vor dem Hintergrund des derzeit zu beklagenden massiven Bienensterbens, das Engagement der Imkereifreunde. Deren noch ganz junger Verein zählt bereits 27 Mitglieder, die nicht nur aus Salzbergen, sondern auch aus Emsbüren und Spelle kommen.

Das nächste Projekt der rührigen Imkerfreunde ist im Schuljahr 2019/20 eine Imker-AG an der Oberschule Salzbergen. Für die Ausstattung der Schulimkerei bittet der Verein um Spenden, damit junge Menschen den richtigen Umgang mit Bienen erlernen und diesen so wertvollen Tieren Wertschätzung entgegenbringen.

 

Mit dem jetzt eingeweihten Bienenlehrpfad am Nepomukweg entlang der Emsradweg-Route haben die Imkerfreunde Salzbergen ein ebenso informatives wie lohnendes Ausflugsziel geschaffen, das für die lebenswichtige Bedeutung der Bienen und für den aktiven Naturschutz sensibilisiert. Foto: www.noz.de/lingener-tagespost
Mit dem jetzt eingeweihten Bienenlehrpfad am Nepomukweg entlang der Emsradweg-Route haben die Imkerfreunde Salzbergen ein ebenso informatives wie lohnendes Ausflugsziel geschaffen, das für die lebenswichtige Bedeutung der Bienen und für den aktiven Naturschutz sensibilisiert. Foto: www.noz.de/lingener-tagespost

 

Artikel und Foto: www.noz.de/lingener-tagespost

 

innogy Klimaschutzpreis

Fördersumme von 1.000 € für lokale Klima- /Umweltschutzprojekte

innogy
innogy

 

Nahwärmeversorgung

Erweiterung des Nahwärmenetzes im Ortskern

Ende Juli konnten endlich die Vertragsverhandlungen mit der Fa. JH Bioenergie zur Erweiterung es Nahwärmenetztes im Ortskern zum Abschluss gebracht werden. Nunmehr ist doch eine sog. große Lösung vereinbart, so dass auch sämtliche gemeindeeigenen Gebäude im Ortskern an das Netz angeschlossen werden können.

 

Revitalisierung Elsbach

Der Elsbach in Salzbergen ist Flora-Fauna-Habitat-Gebiet (FFH) und gibt vielen Tieren und Pflanzen eine Heimat. So gilt es unter Fachleuten als kleine Sensation, dass im Elsbach auch die auf der roten Liste stehende Mühlkobbe laicht. Der sensible Fisch ist nur in Gewässern der Güteklasse 1 zu finden und lebt zumeist in klaren Bergbächen, aber eben auch im idyllischen Naturschutzgebiet des Salzbergener Elsbaches.
Im Ortsteil Hummeldorf wird der ökologisch wertvolle Bachlauf von der gelungenen Rekonstruktion der historischen Elsbachbrücke überspannt. Das anno 2009 Stein gewordene Schmuckstück spiegelt den Charme der ursprünglichen, im Jahr 1845 erbauten und marode gewordenen Sandsteinbrücke, wieder. Die Brücke bietet Radfahrern und Wanderern Gelegenheit zur Rast an einem reizvollen Fleckchen Erde mit Charme.

Elsbach, Foto: A. Möller
Elsbach, Foto: A. Möller

 

Walderlebnispfad

Seit seiner Einweihung im Jahr 2002 zieht der Walderlebnispfad jedes Jahr viele Besucher an, die immer wieder fasziniert sind von der lebendigen Natur im Stoverner Wald, einem der schönsten Wälder des Emslandes.

Ausgestattet mit vielen farbig illustrierten Info-Tafeln entdecken naturinteressierte Besucher an insgesamt 18 Stationen zahlreiche Geheimnisse des Waldes sowie Wissenswertes über die Waldbewirtschaftung, Gehölzarten, ökologischen Zusammenhänge und Tierwelt. Ziel des Erlebnispfades ist die Natur zu erblicken, zu erfühlen, zu riechen und somit letztendlich zu begreifen. Nicht nur Schulklassen nutzen den Walderlebnispfad als unterrichtsbegleitende Alternative, auch Kindergartengruppen genießen den Wald in all seinen Facetten.

Der Lehrpfad beginnt in einem Pavillon, in dem die Gäste etwas über die Entstehung und Geschichte dieses Waldes erfahren, der wie das Gut Stovern zum Privatbesitz der Familie von Twickel gehört. Anschließend richtet sich der Blick auf die kleineren Waldsiedler. Bodenpflanzen wie Buschwindröschen, Waldmeister und Aronstab geben Informationen über den Waldboden. Auf einer Holzbrücke mit „Fenster“ im Boden sind die Bewohner eines Bachlaufs zu beobachten. Anschließend findet der Besucher eine Ruhezone. Einige Stationen weiter geht es hoch hinaus: Auf einem Hochsitz finden Entdecker ein Drehspiel und ein Holzringbuch.

Zu einer musikalischen Einlage lädt das Holz-Xylophon ein. Insgesamt acht verschiedene Holzarten entpuppen sich als tolle Klangkörper. Im „Waldklassenzimmer“ ist neben einer Tafel und verschiedenem Anschauungsmaterial alles vorhanden, was zu einem richtigen Unterricht gehört. Nebenan wird gezeigt, wie sich an einer Baumscheibe das Alter von Bäumen ablesen lässt, oder auch, wie sich mit einfacher Methode die Höhe eines Baumes bestimmen lässt. Einige Meter weiter geht es um totes Holz, das vielen als Lebensraum dient: Pilze, Insekten, Moose und Höhlenbrüter fühlen sich darin wohl. Auf dem „Barfußpfad“ schließlich heißt es Schuhe und Strümpfe ausziehen, um die verschiedenen „Untergründe“ hautnah zu spüren. Ein Bienenstand rundet das Angebot auf dem Walderlebnispfad ab.

Mit Kindern oder Schulgruppen führen die Gästeführer ein Waldquiz durch. Nach bestandener Prüfung wird eine Urkunde als „Waldtierexperte“ verliehen.

 

Walderlebnispfad, Foto: Czychi
Walderlebnispfad, Foto: Czychi