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Aufgabenbereiche

Trotz der rechtlichen Lage sind Frauen und Männer im Alltag in vielfältiger Weise nicht gleichberechtigt.

 

Im Beruf werden Frauen noch immer erheblich schlechter bezahlt und seltener gefördert als Männer. Von Arbeitslosigkeit sind Frauen und Mödchen in höherer Zahl betroffen als Männer. Die Entscheidungsgremien in Politik und Verwaltung sind nach wie vor nicht paritätisch besetzt.
Kinderbetreuung, Pflege von Familienangehörigen und Hausarbeiten sind Aufgaben, die nach wie vor zum großen Teil von Frauen geleistet werden. Männer erfahren nur selten Anerkennung für diese Arbeiten aus dem gesellschaftlichen Umfeld.
Von häuslicher und sexueller Gewalt sind vor allem Frauen und Kinder betroffen.

 


Wenden Sie sich an die Gleichstellungsbeauftragte in Ihrer Gemeinde,

 


wenn Sie sich über Benachteiligungen beschweren wollen, wenn Sie Unterstützung bei der Durchsetzung Ihrer Rechte brauchen, wenn Sie Informateionen und Auskünfte benötigen, wenn Sie Vorschläge für mehr Geschlechtergerechtigkeit im Landkreis Emsland haben.

 

 

 

Kontakt
 
Hilfe-Telefon

 

Nein zu Gewalt an Mädchen und Frauen - Gedenktag am 25. November

 

Gewalt ist in Salzbergen schon lange kein Tabuthema mehr.

Den Internationalen Gedenk- und Aktionstag "NEIN zu Gewalt an Mädchen und Frauen" nahmen die Gleichstellungsbeauftagte der Gemeinde Christel Kleppe, Sozialarbeiterin Teresa Kaucke und Bürgermeister Andreas Kaiser wieder zum Anlass, um ein deutlich sichtbares Zeichen gegen Gewalt an Frauen zu setzen.

 

Gewalt gegen Frauen hat viele Gesichter und kommt auch in Salzbergen vor. „Sie ist und bleibt ein Thema, bei dem wir alle hinschauen und aktiv werden müssen. Wir müssen uns einmischen, wenn uns Klischees und Vorurteile begegnen, die Gewalt verharmlosen oder rechtfertigen. Und wir müssen uns dafür einsetzen, dass Betroffene Hilfe und Unterstützung bekommen.

Ein Weg aus der Gewalt ist das Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“. Es bietet rund um die Uhr anonym, kostenlos und in 17 Fremdsprachen eine Erstberatung für von Gewalt betroffene Frauen an. Betroffene werden unterstützt, bestärkt und ermutigt, die nächsten Schritte zu gehen und sich aus Gewaltsituationen zu lösen. Sie bekommen zum Beispiel Informationen über Beratungsstellen in ihrer Nähe. Auch Menschen aus dem persönlichen Umfeld der Frauen sowie Fachkräfte können sich an das Hilfetelefon wenden. Die Telefonnummer 08000 116 016 sollte daher jede und jeder kennen.

Hilfesuchende können sich auch an Christel Kleppe Telefon: 05976 9479-0, Mail: kleppe@salzbergen.de, oder an Teresa Kaucke Telefon: 05976 9479 -0, Mail: kaucke@kolping-web.de wenden.

 

 

Nein zu Gewalt

 

Telefonaktion „NEIN zu Gewalt an Frauen“ Fahnen wehen am 25. November anlässlich des internationalen Gedenktags

 

Bereits seit 2001 setzen weltweit anlässlich des Gedenktags „NEIN zu Gewalt an Frauen und Mädchen“ die blauen Fahnen der Menschenrechtsorganisation „Terres des femmes – Menschenrechte für die Frau e.V.“ am 25. November ein Zeichen gegen Gewalt an Frauen. Auch vor der dem Kreishaus in Meppen wehen die Fahnen, um auf das Thema aufmerksam zu machen.

Gewalt an Frauen ist leider noch immer allgegenwärtig. Laut EU-Kommission erfährt jede dritte Frau in Europa mindestens einmal im Leben körperliche oder sexualisierte Gewalt. Neben der Fahnenhissung finden somit auch im Landkreis Emsland üblicherweise zahlreiche Veranstaltung und ein Begleitprogramm rund um den Gedenktag statt. Obwohl in diesem Jahr coronabedingt viele Veranstaltungen ausfallen müssen, werden zahlreiche Gleichstellungsbeauftragte im Landkreis Emsland die Fahne vor den Rathäusern hissen.

 

Eine besondere Telefonaktion wird am 25. November von 17 bis 19 Uhr der Arbeitskreis häusliche Gewalt in Lingen veranstalten: Unter der Telefonnummer 0591/87691 bietet der Sozialdienst katholischer Frauen (SKF) Lingen Beratung und Hilfe bei häuslicher Gewalt an. Auch der Sozialdienst katholischer Männer (SKM) Lingen ist unter der Rufnummer 0591/87692 (Täterberatung, Täter-Opfer-Ausgleich) mit dabei, sowie das Gleichstellungsbüro der Stadt Lingen mit der Rufnummer 0591/87693, die Stiftung Opferhilfe Niedersachsen mit der Telefonnummer 0591/87694 und die Polizei (Prävention und Opferschutz) mit der Rufnummer 0591/87695. Die Mitglieder des Arbeitskreises weisen darauf hin, dass auch Hilfesuchende aus Emsland Mitte und Nord sich an dem Tag beraten lassen können.

 

 „In dieser besonderen Zeit der Corona-Pandemie, mit Lock-Down und Beschränkungen, richtet sich der Blick auch auf das Thema häusliche Gewalt“, sagt Landrat Marc-André Burgdorf. Nicht nur die vom Bundeskriminalamt dazu veröffentlichen Zahlen weisen einen leichten Anstieg auf. Diese Tendenz zeichnet sich in Teilen auch im Landkreis Emsland ab.

 

Nach Auskunft der Frauenschutzhäuser in Trägerschaft des SKF in Meppen und Lingen beispielsweise hat sich die Zahl der Frauen, die im vergangenen Jahr dort Schutz gesucht haben, leicht erhöht. Es sei zusätzlich davon auszugehen, dass es eine hohe Dunkelziffer gebe. In Lingen haben 2019 demzufolge insgesamt 35 Frauen mit 38 Kindern Zuflucht im Frauenhaus gesucht. In 2020 waren es bis Mitte November bislang 44 Frauen mit 49 Kindern. Auch bei der Beratungs- und Interventionsstelle gegen häusliche Gewalt (BISS) des SKF werden im Vergleichszeitraum etwas höhere Zahlen erwartet, da bis Mitte November bereits 298 Beratungsfälle zu verzeichnen sind, im Gegensatz zu 300 im gesamten Jahr 2019.

 

Der SKF Meppen e.V. meldet einen geringfügigen Anstieg der Zahlen, macht aber auch darauf aufmerksam, dass jährliche Schwankungen nicht unüblich sind. Bis zum 15. November dieses Jahres wurden im Frauenhaus in Meppen 37 Frauen und 53 Kinder aufgenommen. Im vergangenen Jahr waren es bis zum 31. Dezember 31 Frauen und 34 Kinder. Die BISS-Beratung in Emsland Mitte und Nord haben bis zum 15. November 2020 insgesamt 589 Personen, davon 466 Frauen und 123 Männer, aufgesucht. Insgesamt waren 363 Kinder mitbetroffen. Im Gesamtjahr 2019 wurden 531 Personen beraten, davon 441 Frauen und 90 Männer. Die Anzahl der mitbetroffenen Kinder lag bei 486.

 

Der von der UNO seit 1990 offiziell anerkannte Aktions- und Gedenktag „NEIN zu Gewalt an Frauen“ geht zurück auf die Ermordung der drei Schwestern Mirabal am 25. November 1960 durch den militärischen Geheimdienst der Dominikanischen Republik. Die Schwestern beteiligten sich an Aktivitäten gegen den tyrannischen Diktator Trujillo. Der Mut der Mirabal-Schwestern bei ihrem Kampf gegen den Tyrannen gilt als Symbol für Frauen weltweit, die nötige Kraft für das Eintreten gegen Unrecht zu entwickeln.

 

Presseinformation Landkreis Emsland 

 

 

Frau Macht Demokratie
Frau Macht Demokratie

 

 

Frau Macht Demokratie
Frau Macht Demokratie

 

 

 

 

Spannende Vorträge beim LEADER-Bürgerforum FRAUEN.LAND.IMPULSE

 

Beim diesjährigen LEADER-Bürgerforum FRAUEN.LAND.IMPULSE der Lokalen Aktionsgruppe (LAG) Südliches Emsland im Kolping-Bildungshaus in Salzbergen standen ausschließlich die Frauen im Mittelpunkt. „Das Forum hat die Aufgabe, Möglichkeiten für weibliches Engagement aufzuzeigen und Netzwerke zu schaffen. Darüber hinaus soll aber auch auf die Gleichstellung der Frau in der Gesellschaft aufmerksam gemacht werden“, erläuterte Bernhard Overberg, LAG-Vorsitzender und Bürgermeister von Emsbüren, der die Referentinnen und Teilnehmerinnen und Teilnehmer ebenso begrüßte wie der stellvertretende Bürgermeister von Salzbergen, Hermann Hermeling, der die rege Teilnahme an der Veranstaltung lobte.

 

Insgesamt wurden fünf Referentinnen, die zu verschiedenen Themenbereichen kurze Impulsvorträge vorbereitet hatten, eingeladen. Den Anfang machte Marlies Kohne (Gleichstellungsbeauftragte Landkreis Emsland), die über Frauen in der Politik referierte und unter anderem darlegte, dass in vielen politischen Gremien die Frauen noch immer unterrepräsentiert sind. Zudem stellte sie das Bündnis „Mehr Frauen in die Politik“ und das Mentoring-Programm „Frauen.Macht.Politik“ vor. Daran anschließend trug Andrea Hoormann vom Familienzentrum St. Cyriakus in Salzbergen das Projekt „Familienpaten – Ein soziales Netzwerk vor Ort“ vor und beschrieb die Funktionen eines Familienpaten und welche besondere Bedeutung die Frau bei diesem Projekt einnimmt. Nachfolgend berichtete Ursula Voß (Geschäftsführerin vereinbar e.V.) von einer familienfreundlichen Unternehmenskultur, die ein bedeutender Erfolgsfaktor für Betriebe sein kann. Außerdem stellte sie die Variante einer Ausbildung in Teilzeit vor. Als vorletzte Referentin referierte die Geschäftsführerin der Emsland GmbH, Heidi Ricke, über Existenzgründungen durch Frauen. Ein besonderes Augenmerk legte sie auf die geschlechterspezifischen Intentionen bei Existenzgründungen. Den Abschluss machte die ehemalige Vizepräsidentin des Deutschen Landfrauenverbandes, Agnes Witschen. Ihr Thema war das ehrenamtliche Engagement von Frauen und rief unter anderem dazu auf, dass Förderprogramme wie LEADER Frauen im Ehrenamt mehr fördern sollten.

 

Regionalmanager Daniel Brinkschröder und Christel Kleppe, ehrenamtliche Gleichstellungsbeauftragte der Gemeinde Salzbergen, moderierten den Abend und bedankten sich bei den Referentinnen für die inspirierenden Vorträge.

 

Nach den Vorträgen fand in lockerer Atmosphäre bei Getränken und Fingerfood noch ein fruchtbarer Austausch zwischen den Referentinnen und Teilnehmerinnen und Teilnehmern statt, sodass die Veranstaltung mit zufriedenen Gesichtern bei allen Beteiligten endete.

 

Die LAG Südliches Emsland bedankte sich bei den Referentinnen (v.l.): Daniel Brinkschröder, Andrea Hoormann, Bernhard Overberg, Ursula Voß, Hermann Hermeling, Heidi Ricke, Agnes Witschen, Marlies Kohne, Christel Kleppe
Die LAG Südliches Emsland bedankte sich bei den Referentinnen (v.l.): Daniel Brinkschröder, Andrea Hoormann, Bernhard Overberg, Ursula Voß, Hermann Hermeling, Heidi Ricke, Agnes Witschen, Marlies Kohne, Christel Kleppe