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Aufgabenbereiche

Trotz der rechtlichen Lage sind Frauen und Männer im Alltag in vielfältiger Weise nicht gleichberechtigt.

 

Im Beruf werden Frauen noch immer erheblich schlechter bezahlt und seltener gefördert als Männer. Von Arbeitslosigkeit sind Frauen und Mödchen in höherer Zahl betroffen als Männer. Die Entscheidungsgremien in Politik und Verwaltung sind nach wie vor nicht paritätisch besetzt.
Kinderbetreuung, Pflege von Familienangehörigen und Hausarbeiten sind Aufgaben, die nach wie vor zum großen Teil von Frauen geleistet werden. Männer erfahren nur selten Anerkennung für diese Arbeiten aus dem gesellschaftlichen Umfeld.
Von häuslicher und sexueller Gewalt sind vor allem Frauen und Kinder betroffen.

 


Wenden Sie sich an die Gleichstellungsbeauftragte in Ihrer Gemeinde,

 


wenn Sie sich über Benachteiligungen beschweren wollen, wenn Sie Unterstützung bei der Durchsetzung Ihrer Rechte brauchen, wenn Sie Informateionen und Auskünfte benötigen, wenn Sie Vorschläge für mehr Geschlechtergerechtigkeit im Landkreis Emsland haben.

 

 

 

Kontakt
 
Hilfe-Telefon

 

Nein zu Gewalt an Frauen

Fahnenaktion zum Gedenktag

Auch 2019 nahm die Gemeinde Salzbergen den 25. November, den Internationalen Gedenk- und Aktionstag "NEIN zu Gewalt an Mädchen und Frauen", wieder um zum Anlass, um ein deutliches Zeichen gegen Gewalt an Frauen zu setzen.

Vor der St. Cyriakus Kirche wurde die Fahne mit der Aufschrift "Frei leben - ohne Gewalt" gehisst. In vielen Orten des Landkreises Emsland ist die Fahnenaktion bereits dank engagierter Gleichstellungsbeauftragter und Frauenbüros etabliert.

1999 wurde der 25. November von den Vereinten Nationen zum Internationalen Gedenktag gegen Gewalt an Frauen erklärt. Die Menschenrechtsorganisation Terre des Femmes (www.frauenrechte.de) hat für Deutschland als Teil der internationalen Bewegung gegen Gewalt an Frauen die Fahnenaktion ins Leben gerufen, die seit 2001 bundesweit in immer mehr Städten und Gemeinden umgesetzt wird.

Auch Bürgermeiser Andreas Kaiser und die Teilnehmer des Ausschusses der Gemeinde für Jugend, Sport und Soziales unterstützten die Aktion.

Gleichstellungsbeauftragte Christel Kleppe führte aus, dass im Jahr 2018, nach veröffentlichten Zahlen des Bundeskriminalamtes, 122 Frauen von ihren Partnern oder Expartnern getötet wurden! Etwa alle drei Tage eine tote Frau in Deutschland. Sie forderte eine Kultur des Hinsehens, da Gewalt in vielfältiger Weise im Alltag vorkommt.

Hilfe biete unter anderem das kostenlose, bundesweite Hilfetelefon (www.HILFETELEFON.DE) Telefon: 08000116016 und die Notfallkarte bei häuslicher Gewalt mit Kontaktdaten, die im Rathaus und Gemeindezentrum zum Mitnehmen ausliegt.

Text: Christel Kleppe

 

 

Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Ausschusses für Jugend, Sport und Soziales. Foto: Anika Künnemann
Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Ausschusses für Jugend, Sport und Soziales. Foto: Anika Künnemann

 

 

 

Frau Macht Demokratie
Frau Macht Demokratie

 

 

Frau Macht Demokratie
Frau Macht Demokratie

 

 

 

 

Spannende Vorträge beim LEADER-Bürgerforum FRAUEN.LAND.IMPULSE

 

Beim diesjährigen LEADER-Bürgerforum FRAUEN.LAND.IMPULSE der Lokalen Aktionsgruppe (LAG) Südliches Emsland im Kolping-Bildungshaus in Salzbergen standen ausschließlich die Frauen im Mittelpunkt. „Das Forum hat die Aufgabe, Möglichkeiten für weibliches Engagement aufzuzeigen und Netzwerke zu schaffen. Darüber hinaus soll aber auch auf die Gleichstellung der Frau in der Gesellschaft aufmerksam gemacht werden“, erläuterte Bernhard Overberg, LAG-Vorsitzender und Bürgermeister von Emsbüren, der die Referentinnen und Teilnehmerinnen und Teilnehmer ebenso begrüßte wie der stellvertretende Bürgermeister von Salzbergen, Hermann Hermeling, der die rege Teilnahme an der Veranstaltung lobte.

 

Insgesamt wurden fünf Referentinnen, die zu verschiedenen Themenbereichen kurze Impulsvorträge vorbereitet hatten, eingeladen. Den Anfang machte Marlies Kohne (Gleichstellungsbeauftragte Landkreis Emsland), die über Frauen in der Politik referierte und unter anderem darlegte, dass in vielen politischen Gremien die Frauen noch immer unterrepräsentiert sind. Zudem stellte sie das Bündnis „Mehr Frauen in die Politik“ und das Mentoring-Programm „Frauen.Macht.Politik“ vor. Daran anschließend trug Andrea Hoormann vom Familienzentrum St. Cyriakus in Salzbergen das Projekt „Familienpaten – Ein soziales Netzwerk vor Ort“ vor und beschrieb die Funktionen eines Familienpaten und welche besondere Bedeutung die Frau bei diesem Projekt einnimmt. Nachfolgend berichtete Ursula Voß (Geschäftsführerin vereinbar e.V.) von einer familienfreundlichen Unternehmenskultur, die ein bedeutender Erfolgsfaktor für Betriebe sein kann. Außerdem stellte sie die Variante einer Ausbildung in Teilzeit vor. Als vorletzte Referentin referierte die Geschäftsführerin der Emsland GmbH, Heidi Ricke, über Existenzgründungen durch Frauen. Ein besonderes Augenmerk legte sie auf die geschlechterspezifischen Intentionen bei Existenzgründungen. Den Abschluss machte die ehemalige Vizepräsidentin des Deutschen Landfrauenverbandes, Agnes Witschen. Ihr Thema war das ehrenamtliche Engagement von Frauen und rief unter anderem dazu auf, dass Förderprogramme wie LEADER Frauen im Ehrenamt mehr fördern sollten.

 

Regionalmanager Daniel Brinkschröder und Christel Kleppe, ehrenamtliche Gleichstellungsbeauftragte der Gemeinde Salzbergen, moderierten den Abend und bedankten sich bei den Referentinnen für die inspirierenden Vorträge.

 

Nach den Vorträgen fand in lockerer Atmosphäre bei Getränken und Fingerfood noch ein fruchtbarer Austausch zwischen den Referentinnen und Teilnehmerinnen und Teilnehmern statt, sodass die Veranstaltung mit zufriedenen Gesichtern bei allen Beteiligten endete.

 

Die LAG Südliches Emsland bedankte sich bei den Referentinnen (v.l.): Daniel Brinkschröder, Andrea Hoormann, Bernhard Overberg, Ursula Voß, Hermann Hermeling, Heidi Ricke, Agnes Witschen, Marlies Kohne, Christel Kleppe
Die LAG Südliches Emsland bedankte sich bei den Referentinnen (v.l.): Daniel Brinkschröder, Andrea Hoormann, Bernhard Overberg, Ursula Voß, Hermann Hermeling, Heidi Ricke, Agnes Witschen, Marlies Kohne, Christel Kleppe

 

Equal Pay Day 2020
Equal Pay Day 2020