Der Heimatverein Salzbergen e.V.
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Die Gründung des Heimatvereins

Am 21. Februar 1975 trafen sich 23 Gemeindemitglieder aus allen Ortsteilen Salzbergens in der Gaststätte Möller-Lau zu einem Gespräch mit der Absicht, einen Heimatverein zu gründen. Am 13. Juni 1975 wurde der Heimatverein Salzbergen gegründet. 47 Anwesende erklärten in dieser Gründungsversammlung ihre Mitgliedschaft. Damit der Heimatverein seine Arbeit aufnehmen konnte, wurde in dieser Versammlung auch der Vorstand gewählt, und zwar: Josef Reisige (Vorsitzender), Aloys Möller (stellv. Vorsitzender), Karl Darpel (Kassierer), Bernhard Grothues (Schriftführer) sowie weitere Vorstandsmitglieder: Angela Lölver, Bernhard Dalsing, Franz Evers, Adolf Hille.

 

Weitere Mitglieder im Vorstand sind: Anni Gravemann, Bernd Klein-Reesink, Hermann Schipper , Hermann Kittel, Karin Geerdes, Bernd Schulten, Gerd Ricken, Alfred Brinker

Die Jahreshauptversammlung der Vorstand und das 30-jährige Bestehen

Positive Entwicklungen in allen Bereichen konnte der Vorsitzende des Heimatvereins Salzbergen, Franz Fehren, auf der diesjährigen Jahreshauptversammlung den anwesenden Mitgliedern mitteilen. In der Rückschau auf das Jahr 2004 berichtete er von der erfolgreichen Arbeit der verschiedenen Gruppen, sei es die Fotogruppe „Scharfe Linse“, die Tanzgruppe der „Wippstettkes“, die Gruppe, die für die Präsentation der Historischen Waschstraße zuständig ist, die Spinn- und Strickgruppe des Vereins oder auch das lobenswerte Engagement des so genannten „Arbeitseinsatzes“, der u.a. für die Instandhaltung und Pflege des Heimathaus zuständig ist.

Revue passieren ließ der Vorsitzende auch noch mal die im letzten November durchgeführte Auswanderer-Ausstellung, die äußerst erfolgreich verlief und großen Zuspruch auch über die Grenzen der Gemeinde Salzbergen hinweg fand.

Als nächster Tagesordnungspunkt standen nun Neuwahlen und die Umstrukturierung des bisherigen Vorstandes an. Gerd Ricken wurde als 2. Vorsitzender bestätigt. Karin Geerdes, bisher Kassenverwalterin, übernimmt ab sofort das Amt des Schriftführers für den aus den Vorstand ausgeschiedenen Egon Rupprecht. Knut Ochßner wurde zum neuen Kassenverwalter gewählt. Das langjährige Vorstandsmitglied und Hausmeister des Heimathauses Bernd Schulten wurde ebenfalls für eine weitere Amtsperiode gewählt.

In diesem Jahr wird der Heimatverein Salzbergen 30 Jahre alt. Anlässlich des Jubiläums sollen folgende Aktionen im Laufe des Jahres durchgeführt werden: Am Radweg „Rund um Salzbergen“ soll eine Ruhebank aufgestellt werden. Im Herbst soll eine neue Arbeitsgruppe gegründet werden, die sich mit der Erforschung der Salzbergener Familien beschäftigen soll. Zu diesem Zweck wird derzeit eine Totenzettelkartei für Salzbergen und Umgebung aufgebaut. Ebenfalls im Herbst wird eine Kaffeemühlen-Ausstellung präsentiert werden und weiter soll das alte Handwerk „Buschken maken“ in einem Film festgehalten werden.

Bei diesen umfangreichen Aktivitäten ist es nicht weiter verwunderlich, dass der Verein sich im letzten Jahr über stetigen Zuwachs freuen konnte.

 

Bernd Schulten ist auch gleichzeitig Hausmeister des Heimathauses (für die private Nutzung des Heimathauses erreichbar unter Telefon 0 59 76 / 2202).

DIE GESCHICHTE DES HEIMATHAUSES

Heimathaus an der Kolpingstrasse.

 

„NEIJET LEWWEN IN AOLLE PÖSTE

Dat Hüerhus Lölver vetellt:

Bevör äs ick hier in Solbergen 1983 soteseggen dat twedde Moal up de Weld kummen bin, häw ick dör tweeunhalw Joahrhunnerte in Holsten stoahn. Ick was dat Hüerhus van de Buer Lölver un ha´miene Stee doa, woar denn Hoffweg noa Lölver van de Holstener Stroate affgejt.

Ick häw vull Löe unner mien Dack upnommen. De leßten Hüerlöe wassen Bertels Karl un seine Familie. Karl harr ne heele Koppel Kinner, ann´t Dutzend feh´n em twee. De Familie Bertels lewde bis 1964 bi mi. Äs de uttröcken, stönn ich alleene doa. Van de tied an göngt met mi achterut. Dat Strückerwerk kregg mi unner, Dack un Müern wörn undicht.

Doa koff mi Bröker Herm, de Börgermester van Holsten, up. He gaff mit 1977 an den jungen un röhrigen Heimatverein Salzbergen aff. De Heimatfreunde konn´n sonn Hüerhus äs Heimathus bruken.

Et durde nich lange, doa föngen de Löe van Heimatverein met mir an. Miene Pöste wör´n nummereert. Man Häw mi van allen Sieten fotografeert un upteekt. Dann inn´n Mai 1976 häbt se mi utenannernommen un dat Holt in de losse Schoppe van Konermann bracht. Hier häw ick bis 1979 leggen. In Tüskentied möken de Baas van den Heimatverein, Josef Reisige, de twedde Baas, denn Architekten Aloys Möller, un den heelen Vorstand sick Gedanken, wu ick weer inne Beene kummen soll. In Holsten soll ick bliewen, dat stönn fast. Man dat was nich so eefach. Fief Stehen wöern utkekken. De eene was tu düer, de annere nich geleggen genog.

De Vorstand wüß sick boal kinnen Roat mehr. Doar kamm eenes gudden Dages Bewegung in dat Werk. Ick moß ut de Schoppe van Konermann rut. De Wintershall woll mi wall upnemmen. Man häw mi noat Ölwerk bracht un doarmet harr ich den Sprung öwer de Ems maakt. Immer dütlicker wöern nu de Meenungen, de mi in Solbergen weer upbauen woll´n. Erst Midde 1981 was dann de endgültige Stee för mi funnen. De Gemeende Solbergen unner eeren Börgermester Niemeyer un eeren Direktor Karl-Joseph Lange un de Heimatverein sind sick eenig wodden, mi tüsken Grundschoole un Kolpinghus unner de oallen Eeken to stellen.

Un nu göngt Schlag up Schlag. Äs dat met dat Betahlen sowiet regelt was, un inn´n Februar 1982 de Baugenehmigung intröffde, doar häbt se Ende März de Baustelle utwinkelt. Noch inn´n April häb sede Fundamente makt. In Mai göngt met Müern wieder. Inn´n Juli häbt se dann mien Fachwerk uppsettd. Doarbi häw de Timmermann Siepker ut Steide holpen. De Arbeeten gongen dann so rüstig wieder, dat ich ann´n 27.08.1982 de Sporen drupp kriegen konn. Dat wass´n grauten Dag för mi. Noa alle Maneer häbt de Heimatfrende dat fiert. Franz Evers ut Holsten met sein Obergeselle Piepel Georg vann´n Hügelweg, beede in Timmermannstracht, harr de Fier inne Hanne. De Kerkenchor van Holsten un de Trachtengruppe vann´n Heimatverein, de „Wippstettkes ut Holsten“, häbt sungen un danzt. Aobends was dann noch´n  pleseerlick Fest in de graute Schoppe van Tegeder.

Noat Richtfest göngt drock wieder. Ich kregg neje Pannen upt Dack. Dat Fackwerk wöer met neje Steene utmüürt. Binnen de Pöste moß vull doan wern. Alfons Brinkers ut Holsten häw dat Herdfür upmüürt. Ich mot seggen, dat Herdfür passt gut to mi, so äs wenn´t alltied drin west was. Et kump ut dat Holstener Kötterhus Booße. Ann´n 15. Januar 1983 häw dat Herdfür totd erste Moal brannt.

Dann wör de Gasheiszung inbaut. De Klempner Eden häw sick drümm kümmert. De grauten Sandsteenplatten sind de Ende Mai inkummen. Buten vör de Dööre häbt se inn´n Juni 1983 de Pflasterungen maakt.

Un nu sinn´ ick ferrig. Ick häw an blank Geld so ungefähr 75.000 Deutsche Mark koßt, dat is nicht düer förn Hus. Düer sinn ick wodden an Arbeetsstunnen. Schulten Bernd, de Breefdregger, häw alle Stunnen akkuroat upschrewwen. Ungefähr 3.600 Stunnen häbt Löe bi mi arbeetd. Se häbt dor kinnen Pennig för nommen. Ick harr aaltied dat Geföhl, at se geerne bi mi wassen. Es was meestieds pleseerlick bi mi.

Vandage nu, ann´n 18. September 1983, ist den gröttsten Dag in mien lange Lewwen. Ick weer insengn´t. Pastor Augustin van de katholische Kerke döt dat. Frau Lölver ut Holsten stickt dat füer an. Landraot Meiners vann´n Landkreis Emsland hollt ne Ansproake. Vull bekannt Volk van wiet un siet is doar. Besonners freut et mi, dat so vull Heimatfreunde doar sind. Se alle brengt Lewwen in miene olle Pöste. Ick hopp, usse Härgott giww mi noch vull Joahre, ohne dat mi´n Krieg off´n anner Unglück vanne Beene smitt. Löe, de sick verdräggt un plässerlick sind, nemm ick alltied gerne bi mi up.“

(Dieser Text hängt auch seit 1983 in Heimathaus aus.)

 

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